Ich bedanke mich noch einmal herzlichst bei den rund 200 Teilnehmern der Bundes-Handwerkskonferenz in Frankfurt für die intensive Diskussion. Zum Thema „Burn Out – Schöne neue Arbeitswelt“ diskutierten wir nicht nur die Frage der Risiken für Burn Out in den zahlreichen Handwerksbetrieben, sondern wagten einen Ausblick in die Themen von Arbeit 4.0. Auch bei diesen Teilnehmern gab es zu diesem Themenfeld mehr Fragezeichen als Erkenntnisse. Grundsätzlich herrscht jedoch die Auffassung, dass die technischen Errungenschaften sich nur bedingt an den Bedarfen der Menschen ausrichten werden. Ob sich durch die technologischen Innovationen Mitauslöser für Burn Out, wie Zeitdruck, permanente Fehlforderung oder fehlende Anerkennung beseitigen lassen, wird eher bezweifelt. Also noch ist viel zu tun, um Arbeit 4.0 auch aus Sicht der Beschäftigten, als sinnvolle Bereicherung einer „Schönen neuen Arbeitswelt“ zu rechtfertigen.

Intensive und kritische Diskussionen zum Themenfeld Arbeit 4.0 gab es auch im Branchenausschuss der Gießereien. Mit rund 20 Vertretern aus 10 Unternehmen diskutierten wir in Stadtallendorf bei Fritz Winter über die Aspekte von Arbeit 4.0. Unter dem Eindruck des „Roboter-Balletts“ in der erst kürzlich in Betrieb genommenen, hochautomatisierten neuen Produktionshalle für Zylinderkurbelgehäuse, standen neben dem Thema der Mensch-Maschinen-Schnittstelle auch Themen der Einführung der teilautonomen Gruppenarbeit und Konzepte der alternsgerechten Berufsverläufe in Gießereien.

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