Arbeitsorganisation „teilautonome Gruppenarbeit“

Auftraggeber

Unternehmen/ Forschung Industrie 4.0

Aufgabe

Wir begreifen teilautonome Gruppenarbeit als die effektivste und effizienteste Form der Arbeitsgestaltung bei Einführung kundenindividueller Produkte und Dienstleistungen. Unsere Aufgabe besteht in der prozessrobusten Einführung und Umsetzung im laufenden Betrieb.

Umsetzung

Formen der Gruppenarbeit stoßen nicht selten auf große Vorbehalte und Widerstände, sowohl bei den Vorgesetzten als auch bei den Mitarbeitern. Die einen wehren sich trotz häufiger Überforderung gegen die Delegation von Befugnissen. Die anderen weigern sich die Verantwortung für ihre Leistungen wirklich zu übernehmen. Die Gründe hierfür liegen zumeist in tradierten und mittlerweile unbrauchbaren Regelsystemen.

Das gleiche gilt für Betriebsräte und nicht selten auch für die Bereichs- und Abteilungsleiter. Nicht selten scheitern die Versuche der Einführung an den Widerständen dieser Funktionsgruppen. Daher arbeiten wir in der Regel bereits von Anfang an mit einer paritätischen Kommission, die wir bis zur Verhandlung und Abschluss der Betriebsvereinbarung betreuen.

Wir beginnen in der Regel mit der Arbeitssystemanalyse nach TH-Zürich und identifizieren die zukünftigen Grenzen der Gruppenarbeit. Aufbauend auf diese Erkenntnisse erarbeiten wir mit den Beschäftigten das neue Regelsystem und legen die Bring- und Holschulden fest.

Wir entwickeln eine Qualifikationsmatrix für die zukünftigen fachlichen und persönlichen Fähigkeiten und identifizieren den individuellen Bedarf. Wir delegieren die Befugnisse zur Verfolgung und Abschaltung von Störungen in die Gruppe, erproben die Grenzregulation zur Manipulation bei Abweichungen und verlagern die Planungshoheit in die Gruppe. Diese Prozesse sichern wir zumeist mit smarten Softwarelösungen ab.

Wesentlicher Treiber für den Erfolg ist dabei die Rollendefinition der Vorgesetzten. Hierbei geht es im Wesentlichen um den Aspekt: Weg von den Kontrollfunktionen hin zu den Unterstützungsfunktionen.

Dabei weichen wir nicht selten von den „Grundprinzipien“ der Gruppenarbeit ab, denn die betriebliche Realität und Historie bedingt oftmals eine Sonderlösung. Dies gilt insbesondere für die Frage der Entlohnung. Hier präferieren wir zunehmend Modelle des kombinierten Leistungslohnes & individueller Prämien.

Ergebnis

Weitgehend friktionslose Einführung der Gruppenarbeit. Steigerung der Produktivität. Verbesserung der Qualität. Übernahme von Verantwortung für Prozessstabilität, Qualität und Planung durch die Gruppe. Motivationsschub für die Beschäftigten.

Stimmen

Gienanth GmbH – Peter Becker Personalleiter
„In 2015 begleitete Herr Kiel unsere Projekte >>Einführung von Teilautonomer Gruppenarbeit“ und „Entwicklung eines kombinierten Leistungslohnmodelles<<. In Workshops entwickelte er das Konzept und sicherte die operative Umsetzung. Für die Entscheider aus Management und Betriebsrat moderierte Herr Kiel die Paritätische Kommission mit Mitgliedern. Sein Vorgehen, sowohl in der Arbeit mit den Kollegen in der Produktion als auch dem Management und der Bereichsleitung waren ein Garant für die reibungslose Umsetzung beider Projekte.“

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