HCScore³ – Anwendungsbereich horizontale Fachkarrieren

Auftraggeber

Unternehmen und öffentliche Förderung (Stand 2015 – 5 Anwendungen)

Aufgabe

In den Zeiten des Überhangs an jungen und qualifizierten Nachwuchs, neigten Unternehmen dazu, frei werdende Stellen mit externen Bewerbern zu besetzten. Frei nach dem Motto „Neue Besen kehren gut“. Zudem waren diese Personen zumeist „preiswerter“ als vergleichbare, schon im Unternehmen tätige und für die Stelle qualifizierte Bewerber. Seit geraumer Zeit allerdings fehlt es an talentierten Bewerbern. Zusätzlich steigen die Fluktuationszahlen, da in spezifischen Berufsfeldern, Karrieresprünge einfacher mittels Jobwechsel zu erzielen sind. Unsere Aufgabe bestand in der Entwicklung horizontaler Karrierewege zur Deckung des zukünftigen Bedarfs an Spezialisten und Experten.

Umsetzung

Mit Hilfe von HCScore³, der Arbeitssystemanalyse und der Jobclusteranalyse wurden in einem ersten Schritt der Bedarf an Spezialisten und Experten für den Zeitraum von 1-3 und in der Folge bis zu 10 Jahren berechnet. Externe Daten wurden einer Engpassanlayse unterzogen, sodass für spezifische Berufsfelder relativ sichere Aussagen zu potentiellen Engpässen möglich waren. In einem zweiten Schritt wurde auf Basis der Jobclusteranalyse für die Engpassberufe nach innerbetrieblichen „Entwicklungspfaden“ geschaut. Letztendlich entstand ein Programm zur Generierung von Spezialisten und Experten aus dem Bestand, vergleichbar mit einem „Talentmanagement“ nur das hierbei auch Beschäftigte jenseits des 45 Lebensjahres mit einbezogen wurden.

Konkret

Faszinierend war für uns der Fall eines großen deutschen Softwarehauses. Die Simulationen zeigten, dass insbesondere für den technischen Außendienst innerhalb der nächsten 5 Jahre ein großes Gap zu erwarten ist. Den geeigneten Nachwuchs fand man im Bereich des Innendienstes und zwar in Form von überwiegend weiblichen Mitarbeitern, jenseits des 45.ten Lebensjahres. Besonderes Merkmal dieser Gruppe war hierbei, dass sie seit Jahren die Kunden zwar nicht persönlich, aber über das Telefon kannten, bereits umfangreiche Erfahrungen mit technischen Störungen und Anwendungsfehlern verfügten sowie weitgehend von familiären Pflichten befreit waren.

Lösung

Bedarfsberechnung mit Hilfe von HCScore³. Ermittlung des kurz- und mittelfristigen Gap. Arbeitssystemanalyse zur Verschneidung von Tätigkeiten des Innen- und Außendiensts.

Ergebnis

Ausbau des technischen Außendienstes durch Mitarbeiterinnen des Innendienstes. Teilweise Aufbau von kombinierten Stellen von Innen-und Außendienst.

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