HCScore³ – Anwendungsbereich Wissensmanagement

Auftraggeber

Unternehmen (Stand 2015 mehr als 50 Anwendungen)

Aufgabe

Wissen ist nicht gleich Wissen – zumindest nicht, wenn es um den Werterhalt für Unternehmen geht. Zur Risikoermittlung, beispielsweise durch rentenbedingtes Ausscheiden oder unerwünschter Fluktuation (arbeitnehmerseitige Kündigung) liefert HCScore³ sowohl für die aktuelle als auch für zukünftige Zeiträume valide Fakten, die eine frühzeitige Sicherung von unternehmensrelevanten Wissen ermöglichen.

Umsetzung

IST-Analyse mit HCScore³ zur Identifikation der Ausgangslage. Differenzierte Betrachtung auf Basis von Berufsgruppen, Hierarchie-Level oder Stellenbeschreibungen/ Tätigkeitsmerkmale. Identifikation von kritischen, da weitgehend altershomogenen Gruppenkonstellationen.
Nutzung der hinterlegten und wissenschaftlich validierten Typologien, Indikatoren und Faktorenmodelle zur differenzierten Betrachtung der Chancen und Risiken. Simulation der Entwicklung über variable Zeiträume zur Bestimmung der Dynamik und zur Feststellung kritischer Zeitpunkte mit Extremwerten.
In Workshops mit der Geschäftsführung und der Personalleitung werden die Ergebnisse diskutiert und die Simulation auf Basis der Angaben der Teilnehmer verfeinert. Mit Hilfe externer Daten werden Informationen zu den zu erwarteten Vakanzzeiten sowie Benchmarks auf regionaler und überregionaler Ebene vorgenommen. Kritische Berufsgruppen werden identifiziert und Lösungen zur Sicherung des unternehmensrelevanten Wissens erarbeitet.

Konkret

Für ein Stahlkonzern wurde im Rahmen einer Analyse beispielsweise die Mitarbeitergruppe „Chemiker“ als kritische Gruppe identifiziert. Aufgrund der Umsetzung gesetzlicher Vorgaben war der Konzern Ende der 70ziger bis Mitte der 80ziger Jahre gezwungen rund 180 Chemiker einzustellen. Die Simulation zeigte, dass im Verlaufe der nächsten 5-8 Jahre rund 75% davon in Rente gehen. Noch extremer wäre die Entwicklung, wenn ein Teil der Mitarbeiter, Möglichkeiten der Altersteilzeit nutzen würde. Die Vakanzzeit – also die Zeit in der eine Chemikerstelle (Experte/ Spezialist) unbesetzt blieb, lag zu diesem Zeitpunkt bei über 105 Tagen.

Lösung

Intensivierung der Rekrutierung an Hochschulen, Fokussierung der Talentsuche im benötigtem Segment, Suche und Ansprache nach geeigneten Kandidaten für duales Studium, Intensivierung der Zusammenarbeit mit regionalen Fachhochschulen, Aufbau von Patenschaften, Altersteilzeitvariante mit gleitenden Übergang zusätzlich attraktiver gestaltet.

Ergebnis

Einführung eines Systems für Wissensmanagement zur Vermeidung vergleichbar kritischer Situationen.

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