HCScore³ – Anwendungsbereich Sicherung der Leistungsfähigkeit

Auftraggeber

Unternehmen (Stand 2015 – 27 Anwendungsfälle)

Aufgabe

Zumeist handelt es sich um Produktionsunternehmen in kontinuierlichen als auch diskontinuierlichen Schichtbetrieb. Einige der Unternehmen hatten bereits Arbeitsplätze für „leistungsgewandelte Mitarbeiter“ (Schichtunfähigkeit/ „5 Kg-Schein“) eingerichtet. Die Aufgabe bestand in der Analyse und Simulation der Entwicklung.

Umsetzung

IST-Analyse mit HCScore³ zur Identifikation der Ausgangslage. Differenzierte Betrachtung jener Abteilungen mit hoher physischer Belastung und / oder Abteilungen mit Schichtbetrieb. Zusätzlich Auswertung der Fehlzeiten, der Mehrarbeitsentwicklung und der Produktivität. Im Ergebnis nahezu überall dasselbe Bild – je höher der Anteil der Älteren, umso höher die Fehlzeiten. Die Mehrarbeit konzentrierte sich dabei auf wenige Mitarbeiter und die Anzahl der eingesetzten Leiharbeiter lag im Schnitt um 35% über den Durchschnitt vergleichbarer Abteilungen. Zudem gab es einen engen Zusammenhang zwischen Mehrarbeit und Produktivität – Je höher die Mehrarbeit, umso geringer die Produktivität auf die Schicht bezogen.
In Workshops mit der Leitung der betroffenen Abteilungen wurde in einer ersten Runde die Analyseergebnisse vorgestellt und die Simulation auf Basis der Angaben der Führungskräfte vorgenommen. Zentraler Bestandteil war die Frage, wie lange ein „normaler“ Mitarbeiter unter den gegenwärtigen Bedingungen gesund und leistungsfähig arbeiten kann. Die Simulation fand dann auf Basis dieser Angaben statt.

 

Lösung

Alternsgerechte Berufsverläufe – mit Hilfe dieser Methode wird innerhalb jeder Abteilung geschaut, welche Arbeitsplätze sich für welchen Typ Mitarbeiter am besten eignen. Wir unterscheiden dabei „Einstiegs-, Verweil-, Aufstiegs-, Umstiegs- und Ausstiegsarbeitsplätze“. Mit Hilfe dieser Methodik gelingt es in der Regel schnell in jeder Abteilung eine Anzahl von „Ausstiegsarbeitplätzen“ zu identifizieren, die sich entweder sofort oder mit ein wenig Ergonomie (zumeist mitfinanziert durch das Integrationsamt) einrichten lassen.

Ergebnis

Im konkreten Fall konnten mit dieser Methode sofort 42 Arbeitsplätze sowie weitere 25 potentielle Arbeitsplätze für den Einsatz von Leistungsgewandelten Personen identifizieren lassen.

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